Zusammenfassung
Wachstumsrate im Überblick
- Die Wachstumsrate (CAGR) zeigt das durchschnittliche jährliche Wachstum eines Unternehmens.
- Es werden der Anfangswert, der Endwert und die Anzahl der Jahreswechsel berücksichtigt.
- Die Wachstumsrate kann mit Excel oder manuell berechnet werden.
- Es gibt auch Grenzen bei der Aussagekraft der Wachstumsrate.
- In einigen Fällen ist eine exponentielle Wachstumsrate relevant.
Definition
Wachstumsrate
Die Wachstumsrate, auch bekannt als Compound Annual Growth Rate (CAGR), ist eine Kennzahl, die das durchschnittliche jährliche Wachstum eines Unternehmens oder einer Investition über einen bestimmten Zeitraum angibt. Sie ermöglicht es, die Leistung eines Unternehmens zu bewerten und dient Investoren als Entscheidungshilfe. Die Wachstumsrate wird oft verwendet, um die Entwicklung von Umsatz, Gewinn oder Aktienwerten zu analysieren.
Wachstumsrate und ihre Bedeutung
Die Wachstumsrate, häufig als CAGR abgekürzt, steht für die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate eines Unternehmens. Diese Kennzahl ist insbesondere für die Analyse von Umsatz- oder Gewinnentwicklungen in der Vergangenheit relevant. Sie gibt an, wie stark ein Unternehmen über mehrere Jahre hinweg gewachsen ist.
Neben Umsätzen kann auch das Wachstum von Gehältern oder Aktienwerten mit dieser Kennzahl gemessen werden. Investoren und Unternehmen verwenden die Wachstumsrate, um die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens besser einzuschätzen. Betrachtet man dabei mehrere Perioden, lässt sich eine mittlere Wachstumsrate ermitteln, um ein umfassenderes Bild zu erhalten..
Die Formel zur Berechnung der Wachstumsrate
Die Berechnung der Wachstumsrate basiert auf drei wichtigen Größen:
- Anzahl der Jahreswechsel („n“): Hierbei handelt es sich um die Anzahl der betrachteten Zeiträume.
- Anfangswert: Der Ausgangspunkt der Berechnung, z.B. der Umsatz im ersten Jahr.
- Endwert: Der Wert am Ende des Betrachtungszeitraums, z.B. der Umsatz im letzten Jahr.
Die Formel zur Berechnung der Wachstumsrate lautet:
Berechnung mit Excel
Die Wachstumsrate lässt sich einfach mit Excel berechnen. Folgende Formeln können dafür verwendet werden:
=(POTENZ((ENDWERT/ANFANGSWERT);(1/N))-1)x100
=((ENDWERT/ANFANGSWERT)^(1/N))-1)x100
Excel berechnet die Wurzelfunktion normalerweise nur für den Wert 2, daher kann eine Berechnung mit einem Zeitraum von mehr als zwei Jahreswechseln mithilfe von Potenzfunktionen erfolgen.
Beispiel zur Berechnung der Wachstumsrate
Um die Funktionsweise der Berechnungsformel zu verdeutlichen, betrachten wir folgendes Beispiel: Angenommen, der Gewinn eines Unternehmens schwankt über sechs Jahre wie folgt:
- 2017: 40.000,00 Euro
- 2018: 10.000,00 Euro
- 2019: 30.000,00 Euro
- 2020: 100.000,00 Euro
- 2021: 20.000,00 Euro
- 2022: 90.000,00 Euro
Es liegen fünf Jahreswechsel vor, somit beträgt „n“ 5. Der Anfangswert ist 40.000 Euro und der Endwert 90.000 Euro. Die Wachstumsrate nach der Formel beträgt 17,6 Prozent.
Die Grenzen der Aussagekraft der Wachstumsrate
Obwohl die Wachstumsrate eine wichtige Kennzahl ist, gibt es Einschränkungen bei ihrer Aussagekraft. In unserem Beispiel wurden nur der Anfangs- und der Endwert in die Berechnung einbezogen. Schwankungen, die während der betrachteten Jahre auftreten, werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.
Ein weiteres Beispiel zeigt das noch deutlicher:
- 2017: 40.000,00 Euro
- 2018: 50.000,00 Euro
- 2019: 60.000,00 Euro
- 2020: 70.000,00 Euro
- 2021: 80.000,00 Euro
- 2022: 90.000,00 Euro
In diesem Fall steigt der Gewinn jedes Jahr gleichmäßig an. Trotzdem bleibt die Wachstumsrate im Vergleich zum vorherigen Beispiel unverändert. Das zeigt, dass die Berechnung nur den Start- und Endwert berücksichtigt und Zwischenergebnisse ignoriert.
Exponentielle Wachstumsrate
In einigen Fällen lässt sich das Wachstum exponentiell berechnen, insbesondere wenn die Wachstumsrate gleichmäßig verläuft. Diese Methode kommt oft zur Anwendung, wenn natürliche oder ökonomische Entwicklungen analysiert werden.
Hierfür werden folgende Größen verwendet:
- Der Anfangswert (z.B. Umsatz, Gewinn).
- Der Endwert nach einer bestimmten Zeitspanne („N(t)“).
- Der Wachstumsfaktor („a“), der sich aus der Änderungsrate „p“ ergibt.
Beispiel für exponentielles Wachstum
Eine Investition von 500 Euro wird zu einem Zinssatz von 3 Prozent pro Jahr über fünf Jahre verzinst. Hier beträgt die Wachstumsrate „1 + p“. „p“ steht für den Zinssatz. Nach fünf Jahren beträgt der Wert der Investition 579,64 Euro.